Monatsarchiv: November 2011

Thor Kunkel bespricht die BLUTSCHNEISE

 

Thor Kunkel bespricht die BLUTSCHNEISE in der Financial Times Deutschland vom 30.11.2011

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Buchkultur/Dezemberausgabe

Artikel in der Fuldaer Zeitung vom 19.11.2011

Donnerstag, 17. November 2011

Guido Rohm beim Schreiben seines neuen Romans!

BLUTSCHNEISE auf der Krimi-Couch

Max Vonderscheid, der Protagonist, ist in der Warenbeschaffung tätig, ein Kaufmann also, allerdings kein ehrbarer, denn seine Ware sind junge Frauen, die er gutbürgerlichen Sadisten zum Ge- und Verbrauch zuführt. Außerdem tötet Vonderscheid selbst ganz gerne. Beiläufig und ausgiebig. So schlägt unser Held die titelgebende Blutschneise durch das Land. Dabei wird alles aufgefahren, was dem Genre lieb und teuer ist: organisiertes Verbrechen mit stilisierten Bösewichten, die Arroganz der Macht der Gewalt, sogar eine Ahnung von Lovestory. Von Dieter Paul Rudolph

 

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Melusine Barby schreibt über die BLUTSCHNEISE …

„Guido Rohms „Blutschneise“ las ich in einer einzigen Nacht durch. Rohms Roman hätte vielleicht Chancen den Preis für den „Krimi des Jahres mit den meisten Toten“ zu erhalten. Aber das macht seine Qualität nicht aus. Der Autor bedient sich ungeniert, bis zum Namen des Protagonisten Max Vonderscheidt hin, bei großen Vorgängern der Schwarzen Serie wie Jim Thompson. Durch die Übererfüllung der Genre-Normen führt Rohm seine Leser:inn:en jedoch eiskalt mitten hinein ins eigene dunkle Herz, das sich an der  Unausweichlichkeit einer von jeder Moralität entkleideten Welt im warm ausgeleuchteten heimischen Wohnzimmer ergötzt. Denn Rohm konfrontiert die routinierten Krimi-Leserinnen nicht nur mit den Opfern und deren Kampf ums Überleben, sondern vor allem damit, dass die Kälte, menschliche Gleichgültigkeit und materielle Gier der Verbrecher nur konsequent unseren Alltag im Kapitalismus zu Ende denkt, wo jeder alles, die anderen und sich selbst als Ware optimiert, anbietet, kauft, verkauft und konsumiert. So werden letztlich der mörderische Ferienausflug der Killer, die eine Blutschneise schlagen, bloß um sich einmal von der verbrecherischen Routine zu erholen oder Max Vanderscheidts leidenschaftslose Rache am sadistischen Milliardär zu einer perversen Form des Widerstands gegen eine pervertierte gesellschaftliche Formierung.“

Melusine Barby im Blog GLEISBAUARBEITEN